17.3.2020

Gesetzliche Änderungen 2020 für natürliche Personen

GESETZ ÜBER SOZIALVERSICHERUNG

Das neue Jahr bringt eine Erhöhung der minimaler und maximaler Bemessungsgrundlage für Beiträge an die Sozialversicherung. Die Höhe der neuen minimalen Bemessungsgrundlage im Jahr 2020 ist 506,50 Euro. Die Höhe des Beitrags aus dieser Grundlage ist 167,89 Euro monatlich. Neue maximale Bemessungsgrundlage im Jahr 2020 ist 7 091 Euro. Die Höhe des Beitrags aus dieser Grundlage ist 2 350,66 Euro monatlich.

GESETZ ÜBER KRANKENVERSICHERUNG

Minimaler Beitrag an die Krankenversicherung erhöht sich im Jahr 2020 auf 70,91 Euro.

GESETZ ÜBER EINKOMMENSTEUER

Die Novelle des Gesetzes über Einkommensteuer bringt mehrere Änderungen. Wir erwähnen einige von denen, hauptsächlich im Zusammenhang mit natürlichen Personen.

Steuersatz für natürliche Personen im Jahr 2020 ist folgend festgesetzt:
19 % - aus dem Teil des Steuersatzes, der 37 163,36 Euro im Jahr 2020 nicht überschreitet.
25 % - aus dem Teil des Steuersatzes, der 37 163,36 Euro im Jahr 2020 überschreitet.

Ab dem Jahr 2020 wurde ein neuer Steuersatz in Höhe von 15 % eingeführt. Dieser Steuersatz betrifft juristische Personen mit dem Umsatz bis 100 000 Euro im Jahr und auch Gewerbetreibende – natürliche Personen mit demselben Umsatz. Im Falle der Steueranzahlungen wird der Satz für Umsatz über 100 000 Euro angewandt, da in diesem Fall nicht vorher bekannt ist, ob der Steuerzahlen den Umsatz von 100 000 Euro überschreitet oder nicht.
Pauschaler Freibetrag der Steuerbasis erhöht sich im Jahr 2020 auf 21 Vielfaches der Summe des Lebensminimums, d.h. auf die Summe 4 414,20 Euro.
Zu den weiteren Änderungen kommt es bei Anwendung des steuerlichen Verlustes. Dies gilt nur bis zu 50% Steuerbemessungsbasis. Steuerlicher Verlust kann binnen 5 Jahre und nicht gleichmäßig angewendet werden. Die neue Regel für die Abrechnung des Steuerverlustes gilt für Verluste ab dem 01.01.2020.

Aus den Änderungen zur Einkommensteuer ab dem 01.01.2020 präsentieren wir folgende Themen:

Neue Abschreibungsgruppe

Ab dem Jahr 2020 wurde eine neue Abschreibungsgruppe mit einer steuerlichen Abschreibungsdauer von zwei Jahren eingeführt. Die Bezeichnung der Abschreibungsgruppe finden Sie im Einkommensteuergesetz als Abschreibungsgruppe 0. In der werden ausschließlich die Elektromobile (BEV) oder Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEV) Abgeschrieben. Die BEV- oder PHEV-Energiequelle kann mit einer anderen Art von Brennstoff oder Energiequelle kombiniert werden.

Akzeptanz der Steuerausgaben erst nach der Zahlung.

Es ändert sich der Umfang der Erfassung der Ausgaben für Steuerausgaben erst nach der Zahlung. Die Novelle erlaubt die die Vertragsstrafen, Verzugsgebühren und Verzugszinsen als Steuerausgaben zu erfassen, falls diese bezahlt werden. Gleichzeitig kam es zur erheblichen Erweiterung der Ausgaben für Beratungs- und juristische Dienste, die nur nach der Bezahlung als Steuerausgaben anerkannt werden können. Hierbei handelt es sich um Beratungsdienste die unter dem Produktklassifizierungscode 69.1, 69.2, 70.1 und 70.22 klassifiziert sind, d.h.
- Beratungs- und juristische Dienste inkl. Wirtschaftsprüfung, Buchhaltungs- und Steuerberatung
- Leitung der Firmen
- Beratungsdienste im Handelsbereich und anderen Bereichen der Verwaltung.

Vorauszahlungen aus Steuerbasis ab 5 000 Euro

Mit der Novelle erhöht sich ab dem Jahr 2020 die untere Grenze für Zahlung der Steuervorauszahlungen aus der Steuerbasis von 2500 Euro auf 5000 Euro. Natürliche Personen – Unternehmer und juristische Personen, deren Steuerpflicht die 5000 Euro nicht überschreitet, sind für den folgenden Zeitraum zur Zahlung der Steuervorauszahlungen nicht verpflichtet.

Eine Zahlung der Verpflichtung per Wechsel ist nicht möglich

Nach Anweisung des Gesetzes über Einkommensteuer wird eine Zahlung der Verpflichtung per Wechsel nicht anerkannt.

Hybride Missverhältnisse

Novelle des Gesetzes definiert hybride Missverhältnisse, die zu einer Anpassung (Erhöhung) der Steuerbasis bei verbundenen Personen, aber auch bei unabhängigen Personen, falls die hybride Missverhältnisse zur einer Minderung der Steuerbasis führen.